IM ARGENTINISCHEN FUSSBALL MISCHT DIE POLITIK MIT

Es gab und gibt immer wieder Versuche, auch von Europa zu lernen, vom Umgang der dortigen Klubs mit Hooligans. Allerdings hinkt der Vergleich. Hooligans suchen ausschließlich die Gewalt; die Barras sind in erster Linie kriminelle Geschäftsleute. Ge-walt ist bei ihnen ein Produkt des Machtkampfs. Otto Adang, Leiter der Polizeiaka-demie der Niederlande, hat sich jüngst in Argentinien umgesehen. Er sollte Ratschläge geben. Am Ende sagte er: „Ich kann nichts tun, weil das Problem nicht an der Sicherheit liegt, sondern an den Mittäterschaften. In Argentinien gibt es keinen politischen Willen, für dieses Problem eine Lö-sung zu finden, und die Regierenden wollen das Problem nicht sehen.“ Länderbericht Argentinien, Konrad Adenauer Stiftung, Juli 2014

Burgers Zoo Arnheim Geschichte

Erlebnis Burgers Zoo in Anrheim - Geschichte 1971 – Antoon van Hooff und sein Bruder Jan van Hooff eröffnen die erste Schimpansenkolonie der Welt in einem Tiergarten. Berühmte Wissenschaftler wie Frans de Waal und Otto Adang studieren in Arnheim das Sozialverhalten der intelligenten Menschenaffen.

Die gefährlichsten Fans der Welt

Laut dem holländischen Experten Otto Adang ist die argentinische Ultra-Szene weltweit einzigartig. In Europa würden gewalttätige Fans zwar immer wieder Aufsehen erregen, aber letztlich seien sie innerhalb des Fussballbetriebs marginalisiert, erklärte er vor einem Jahr gegenüber der Zeitung «Olé». «In Argentinien hingegen gehören sie zum System. Deshalb ist das Problem hier unvergleichlich schlimmer. Um es zu lösen, müsste man das ganze System grundlegend ändern.» (Basler Zeitung, Mai 2010)

Schwarze Blöcke und blau/grüne Maßnahmen

Schwarze Blöcke und blau/grüne Maßnahmen. Über Gewalt bei Großereignissen und die Rolle der Polizei.

Schreiber, M. & Adang, O.

Die Polizei 2008,

Wissenschaft und Polizeipraxis

Wissenschaft und Polizeipraxis: Die Untersuchung von Einsätzen bei sportlichen Großereignissen.

Schreiber, M. & Adang, O.

Die neue Polizei. 2008, 1, 3-8

Intelligentes Management von Grossereignissen, SIAK-Journal 1/2008

Intelligentes Management von Grossereignissen. De "Low Profile"-Ansatz
Otto Adang & Martina Schreiber
SIAK-Journal. Zeitschrift für Polizeiwissenschaft und polizeiliche Praxis, Bundesministerium für Inneres, Republik Österreich 1/2008, S. 57-66

Euro 2008 Host Cities sicherheitsmässig auf Kurs, Solothurn, 19.2.2008

Die Schweizer Euro 2008-Sicherheitsstrategie ist auf dem richtigen Weg. Defizite bestehen noch bei der Koordinierung und der Kommunikation mit den Fans, zeigt ein Bericht.
Die beiden Austragungsländer werden im Juni ein sicheres Fussball-Turnier ausrichten, wenn sie sich in einigen Sicherheitsbereichen noch besser abstimmen, ist eine Gruppe internationaler Fussball-Experten überzeugt.

"Alle vier Host Cities sind mit ihren Vorbereitungen auf dem richtigen Weg", sagte der Verhaltensforscher Otto Adang von der niederländischen Polizeiakademie am Dienstag in Solothurn gegenüber swissinfo.

"Und wenn sie die Strategie in der konzipierten Art umsetzen, gibt es keinen Grund, weshalb es nicht funktionieren sollte."

Sicherheits-Audit im Vorfeld der EURO 2008

Sicherheits-Audit von Prof. Dr. Otto Adang im Vorfeld der EURO 2008

Der niederländische Verhaltensforscher Prof. Dr. Otto Adang von der Niederländischen Polizei-Akademie ist unter anderem Koordinator der EU Peer Review Teams über die polizeiliche Zusammenarbeit an internationalen Fussballspielen. Zwischen August und Dezember 2007 hat er mit einem Team hochrangiger internationaler Polizeioffiziere die Sicherheitsvorkehrungen bei Fussballspielen in allen vier Host Cities im Vorfeld der EURO 2008 untersucht und bewertet:

• am 22. August 2007 in Genf anlässlich des Spiels Schweiz – Holland
• am 18. Oktober 2007 in Basel anlässlich des Spiels Schweiz – USA
• am 11. November 2007 in Bern anlässlich des Spiels Young Boys – FC Zürich
• am 9. Dezember 2007 in Zürich anlässlich des Spiels FC Zürich – GC

Am 19. Februar sind die Untersuchungsberichte nun allen Verantwortlichen präsentiert worden.

Dabei attestieren die Beobachtungsteams den Sicherheitskräften der Host Cities gute Sicherheitsvorbereitungen und –vorkehrungen. Diverse Einsätze seien besonders gute Beispiele für die Umsetzung der Empfehlungen aus dem EU-Handbuch gewesen, schreibt Prof. Adang in seinem Bericht, beispielsweise das Auftreten der Polizeikräfte: freundlich, aber bestimmt sowie besucherorientiert. Auch der Nutzen der polizeilichen Spotters (Szenekenner) und deren Angaben wurden als sehr gut bewertet. Weiter schreibt Prof. Adang, die Zusammenarbeit mit den Medien sei zu Gunsten beider Seiten genutzt worden, Polizei und Bevölkerung hätten von den Informationen profitiert. Ausserdem lobte er die Zusammenarbeit mit nichtpolizeilichen Stellen wie z.B. den Fussballklubs selber. Die Relation zwischen polizeilicher Präsenz und tatsächlichem Risiko taxierten Prof. Adang und sein Team als verhältnismässig. Als sinnvoll wurde auch die Errichtung eines zentralen „Football Information Point“ zwecks internationalem Austausch von Informationen erachtet.

Die Peer Review Teams haben aber auch, gerade im Hinblick auf die bevorstehende EURO 2008, verschiedene Punkte identifiziert, denen die Sicherheitskräfte noch Aufmerksamkeit schenken müssen. Die wichtigsten davon sind:
• die Schulung und Implementierung der so genannten 3-D-Strategie (Dialog – Deeskalation – Durchgreifen): Alle involvierten Sicherheitskräfte müssen das Konzept kennen und die Strategie einheitlich handhaben.
• die notwendige Schulung, bzw. das Briefing der Sicherheitskräfte der Kantone und Länder (Deutschland, Frankreich), welche die Host Cities unterstützen. Es muss sichergestellt werden, dass alle Sicherheitskräfte dieselbe Einsatzdoktrin anwenden.
• das einheitliche äussere Auftreten und die einheitliche Kommunikation gegenüber Fans und Fangruppen. Die Sicherheitskräfte müssen die Sozialisierung und Gewohnheiten der verschiedenen Fangruppen kennen und ihnen entsprechend begegnen. Beispielsweise müssen sie wissen, wie unterschiedliche Fangruppen auf eine Begegnung mit der Polizei reagieren können.
• die aktive Beteiligung und der Einbezug aller relevanten Stellen (z.B. Verkehrspolizei, Öffentlichkeit, Bahnpolizei, Behörden etc.) in alle Massnahmen der Fan-Kommunikation.
• Die Kooperation mit den nichtpolizeilichen, bzw. privaten Sicherheitskräften im und ums Stadion, um zu garantieren, dass die Einsatzkonzepte aufeinander abgestimmt sind.

Die Host Cities werden in den nächsten Wochen diese Punkte in ihre Einsatzkonzeptionen und Schulungen einbeziehen.

Die Peer Review Teams wurden von der Europäischen Union ins Leben gerufen, um grosse Polizeieinsätze durch internationale hochrangige Polizeioffiziere zu evaluieren – nicht im Nachgang zu einem Einsatz, sondern in Realzeit. Auftraggeber ist dabei immer das für den Einsatz verantwortliche Korps, ein Audit basiert somit auf freiwilliger Basis. Auch der Fokus des Teams wird vom einladenden Korps bestimmt. Das EU-Handbuch über die Internationale Polizeizusammenarbeit in Zusammenhang mit internationalen Fussballspielen bildet die Grundlage aller Aktivitäten der Peer Review Teams, besonders die beiden Teile über die Risiko-Beurteilung sowie über die Polizeitaktik bei Ordnungsdiensteinsätzen an internationalen Fussballspielen

Publikation: Prinzipien polizeilichen Handelns bei Großereignissen

Martina Schreiber & Otto Adang (2008) Prinzipien polizeilichen Handelns bei Großereignissen
In: Empirische Polizeiforschung X: Einflüsse von Globalisierung und Europäisierung auf die Polizei

Hrsg. v. Frevel, Bernhard / Asmus, Hans J
Verlag für Polizeiwissenschaft , ISBN : 978-3-86676-029-5
1. Aufl. 18.02.2008
Aus der Reihe : Empirische Polizeiforschung

Publikation: Sicherheitsmanagement bei Grossveranstaltungen

Otto Adang (2007) Sicherheitsmanagement bei Grossveranstaltungen. In: Sport ohne Gewalt. Referate und Podiumdiskussion der Tagung vom 8. September 2006. Schriftenreihe der KSPD, Band 4, S. 31-44. Schulthess Juristische Medien, Zürich


.... In Europa gab es Empfehlungen, den Low Profile-Ansatz weiter zu entwickelen. Meiner Ansicht nach handelt es sich dabei um eine Entwicklung weg vom einem reaktiven, altmodischen Ansatz, hin zu einem modernen Public Order Management, das weit über den rein reaktiven Ansatz hinaus geht und das es in Ausbildung und Trainings einzubinden gilt....

"Peer review", Länderspiel Schweiz-Holland, Genf, 22.8.2007

Am Länderspiel Schweiz-Holland in Genf wurde die Situation EURO 2008 geübt. Genau so viele Polizisten waren im Einsatz, zivile Szenekenner (sogenannte Spotter) aus der Schweiz und Holland mischten sich unter die Fans; wie an der EURO 2008 herrschte Alkoholverbot im Stadion La Praille und rund herum gab es eine aussergewöhnliche Sicherheitszone.
Am 22. August traf die Schweizer Nationalmannschaft im Stade de Genève auf diejenige der Niederlande, unterstützt von 24'000 Fans im Fussballfieber.

(...)

Zur Überprüfung, ob das eingerichtete Dispositiv den Sicherheitsstandards wirklich entspricht, hatte der Polizeikommandant Professor Otto Adang eingeladen, und liess ihn zusammen mit vier Polizeikommandanten der grossen europäischen Fussballstädte die geplanten Polizeieinsätze für diesen Match prüfen und analysieren. Diese „Peer-Review"-Gruppe hat sich über zwei Tage hinweg intensiv mit den Vorbereitungen der Polizei für diesen Match befasst. Die Mitglieder dieser Gruppe konnten ohne Einschränkung das Polizeipersonal und die Fans befragen und hatten Zutritt zu allen Orten, die sie zu sehen wünschten.

Präsentation Auf der Suche nach universellen Prinzipien im polizeilichen Umgang mit Massen, Juli 2007

Auf der Suche nach universellen Prinzipien im polizeilichen Umgang mit Massen
Martina Schreiber & Otto Adang

Empirische Polizeiforschung – X. Tagung in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt
Einflüsse von Globalisierung und Europäisierung auf die Polizei
Berlin, 5. – 7. Juli 2007

Ob kirchliche, sportliche oder politische Großereignisse wie der Weltjugendtag 2005, die Fußballweltmeisterschaft 2006 oder der G8 Gipfel 2007, immer stellt die Bewältigung von Massenereignissen oder Großlagen große Herausforderungen an die örtlichen Sicherheitsbehörden. Die Polizei befindet sich hierbei im Spannungsfeld zwischen der Unterstützung bürgerlicher Rechte (Versammlungen, Ansammlungen) und der Sorge um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Sie sieht sich mit vielfältigen Erwartungen konfrontiert, die nicht zuletzt durch hohe mediale Aufmerksamkeit verstärkt werden. Teilnehmer fordern eine deeskalative Strategie, Polizeigewerkschaftler betonen Sorgen um die Sicherheit der Beamten, Politiker fordern - je nach Couleur - harte Maßnahmen oder unterstützende Aktionen. Die Art der Veranstaltung, Zusammensetzung der Teilnehmer und die sich entwickelnden Dynamiken stellen weitere Anforderungen an die Einsatzleitung und die Beamten vor Ort.

Die vorliegende Arbeit will einen Überblick über jüngste Forschungen und Ergebnisse geben. Die Arbeiten stammen größtenteils aus dem Fußballzusammenhang und betreffen v.a. die Europameisterschaften in den Niederlanden und Belgien 2000 und in Portugal 2004 sowie die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.

Präsentation Nulltoleranz oder Deeskalation? Strategien für Sicherheit bei Großveranstaltungen, Kassel, 13.10.2006

Präsentation während des 33. KONGRESS DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR SOZIOLOGIEUNIVERSITÄT KASSEL
Ad-hoc Gruppe 10: Die Naturalisierung der “inneren Sicherheit”
Datum/Zeit: 13.10.06, 09:00 Uhr
Ort/Raum: Nora-Platiel-Str. 5, Raum 1108

Präsentation "Sicherheitsmanagement bei Grossveranstaltungen", Zurich, 8. September 2006

4. Kongress zur urbanen Sicherheit "Sport ohne Gewalt"
Eine gemeinsame Veranstaltung der Konferenz der Städtischen Polizeidirektorinnen und Polizeidirektoren


Strategien gegen Hooligan-Gewalt
"Sport ohne Gewalt" - so hiess das Thema am Kongress der städtischen Poizeidirektorinnen und Polizeidirektoren. Gesprochen wurde hauptsächlich über Gewalteskalationen während Fussballspielen und wie man solche Eskalationen verhindern kann. Für die Stadt Zürich ein wichtiges Thema, kam es doch in letzter Zeit immer wieder zu Ausschreitungen zwischen Fussballfans. Ausserdem werden an der Fussballeuropameisterschaften 08 drei Spiele in Zürich ausgetragen.

Prof. Otto Adang aus Holland berichtete von seinen Forschungen im Rahmen der EURO 04 in Portugal. Dort wurde in einigen Austragungsorten konsequent das Konzept des „low-profile-policing“ umgesetzt. Hauptmerkmal dieses Konzepts ist eine relativ geringe sichtbare Polizeipräsenz, verbunden allerdings mit der Möglichkeit einer raschen, konsequenten Intervention bei Bedarf. Wichtig ist, dass die polizeilichen Massnahmen von den Betroffenen verstanden werden.

sehe auch: http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/schweiz/663867.html

Die richtige Analyse ist alles


Der Master-Studiengang "Kriminologie und Polizeiwissenschaft" stärkt die methodischen und analytischen Kompetenzen. In nur zwei Semestern wird man an der Uni Bochum mit Fallstudien und Projektarbeit fit gemacht für den "Krimi-Alltag".

Die Kombination von Lehrinhalten aus den Bereichen Kriminologie und Polizeiwissenschaft ist in Deutschland einmalig. Einzigartig ist auch die praktische Ausrichtung des Studiengangs. National wie international tätige Praktiker werden einbezogen. Zum Beispiel fand im Sommersemester 2006 ein Forschungsprojekt zur Fußballweltmeisterschaft unter Leitung von Verhaltensforscher Prof. Otto Adang aus den Niederlanden statt. Es beschäftigte sich mit dem Fanverhalten und dem Verhalten der polizeilichen Einsatzkräfte.

Spiele ohne Schlagabtausch, Bild der Wissenschaft, Mai 2006

Deutschland wappnet sich für die Fussball-WM 2006. Dabei sucht die Polizei - auch mit Hilfe von Psychologen und Verhaltensforschern - nach den besten Strategien im gewalttätige Ausschreitungen zu verhindern.

Bericht van Eva Tenzer, Heft 05/2006, S. 70 - 73

... das Team um Otto Adang [will] die deutsche Behörden sensibilisieren. Es rät einer gezielten Taktik, die kleine Vorfälle löst, bevor sie sich zu grossen Ausschreitungen auswachsen. Man müsse sich schon vorher mit der sozialen Struktur, den politischen Werthaltungen und Verhaltensweisen der einzelnen Fan-Gruppen befassen, um das Konfliktpotential zu verstehen und rechtzeitig Gewalt zu unterbinden. ....

Bericht: Dynamik der Menschenmengen und "Hooliganismus" bei der Fußball-EM 2004

In Kürze:
Ein Forschungsprojekt des wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschungsrates unterstützt die von den portugiesischen Behörden bei der Fussball-Europameisterschaft 2004 getroffenen vorbeugenden Kontrollmaßnahmen.

Kriminologie und Polizeiwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum






Weiterbildender Studiengang Kriminologie und Polizeiwissenschaft (Master inCriminology and Police Science)

Der zweisemestrige Weiterbildungsstudiengang wurde 2005 akkreditiert und hat zum Wintersemester 2005/06 seine Arbeit. In dem komprimierten, praxisorientierten Aufbaustudium kann ein international anerkannter Master-abschluss erworben werden (MA in Criminology and Police Science). Der Studiengang richtet sich an Personen mit einem Hochschulstudium (z.B. der Rechts- oder Sozialwissenschaften) sowie an besonders qualifizierte Polizeibeamte, Sozialarbeiter und andere Personen mit einemgeeigneten Fachhochschulabschluss.

Internationales Treffen Projekt „Police Use of Force“, Mai 2005


In diesem internationalen Projekt mit Kriminologen und Polizeiwissenschaftlern aus Australien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Niederlande, Neuseeland, den USA und Venezuela soll versucht werden, individuelle Legitimationen von polizeilicher Gewaltanwendung zusammenzutragen und international vergleichend zu analysieren. Dabei steht die individuelle Perspektive der Polizistinnen und Polizisten im Mittelpunkt: Wie werden Situationen wahrgenommen, in denen Gewalt angewendet wird? Welche persönlichen und kulturellen Rechtfertigungsmuster existieren?

Das vierte Treffen der internationalen Forschergruppe fand im Mai 2005 in Bergen op Zoom, Niederlande statt, organisiert durch die Polizeiakademie der Niederlande (dr. Otto Adang).

Gruppendynamik, Polizeimassnahmen und Hooliganismus, Muenster, 4.3.2005

Referat am Internationales Seminar 9/2005 Polizeiliche Massnahmen aus Anlass der Fussbalweltmeisterschaft 2006 in Deutschland (2.-4. März 2005) and der Polize-Führungsakademie, Münster

Zielgruppe: Führungskräfte der Polizei (h. D.), die voraussichtlich mit der Bewältigung von Einsatzanlässen im Zusammenhang mit der WM 2006 befasst sein werden, Leiterinnen und Leiter von Polizeibehörden sowie vergleichbare Führungskräfte des Auslandes

Sicherheitsmanagement bei Grossveranstaltungen, Praha, 12.11.2004

Europäische Polizeiakademien arbeiten an einer sukzessiven Annäherung zwischen Polizeipraxis, Ausbildung und wissenschaftlicher Forschung. Eine internationale Konferenz der CEPOL1, der Dachorganisation der Polizeiakademien in Europa, bot eine hervorragende Gelegenheit, um Wissen und Erfahrung zwischen Forschung und Praxis auszutauschen und gleichzeitig um gegenseitige Vorbehalte auszuräumen, denn tatsächlich gilt es, nicht nur in Österreich tiefe Gräben zwischen angewandter Forschung und polizeilicher Praxis zu überbrücken.

(Dr. Günter P. Stummvoll)

Prof. Otto Adang, Forschungsleiter an der Holländischen Polizeiakademie in Apeldoorn, hat in seinem Vortrag darauf hingewiesen, dass man schon im Vorfeld von Großveranstaltungen ein entsprechendes Management einrichten sollte, das auf die psychologischen Mechanismen als Ursachen für Ausschreitungen zwischen Fußball-Hooligans reagiert. Dazu müsste die Polizei die Szene im Vorfeld beobachten und auf Spannungen und potentielle Konfrontationen rechtzeitig reagieren, bevor es zum Zusammentreffen von verfeindeten Fan-Gruppen kommt. Ein Erfahrungsaustausch mit Organisatoren der Olympischen Spiele in Athen oder Fußballmeisterschaften in Portugal, Deutschland, Frankreich etc kann dabei nur von Vorteil sein. Man muss sich schon lange vor der Großveranstaltung mit der sozialen Struktur, den (politischen) Werthaltungen und Verhaltensweisen der einzelnen Fan-Gruppen befassen, um das Konfliktpotential zu verstehen und rechtzeitig Gewalt zu unterbinden. Dazu ist internationale Kooperation im Sicherheitsmanagement dringend erforderlich.

Sozialpsychologie und die kontrolle von Massen bei der EM 2004. Report Psychologie, Juli 2004

Die Europameisterschaft in Portugal war die am besten bewachte in der Geschichte der UEFA. 380.000 Euro gab die Europäische Fussballunion für die Fan-Betreuung aus, ein Vielfaches wandte der portugiesische Staat auf, um den Hooligans keinen Raum für Gewalttaten zu lassen. Bereits im Vorfeld hatte es u.a. in Deutschland Empfehlungen für Ausreiseverweigerungen gegeben. Die Autoren Stott, Schreiber und Adang haben sich vor EM-beginn mit psychologischen Aspekten der Meisterschaft befasst.

Artikel von Stott, C.J., M. Schreiber & O.M.J. Adang (2004) Sozialpsychologie und die kontrolle von Massen bei der EM 2004. Report Psychologie, 7/8, 464-466

Die Interaktion zwichen Fans und Ordnungsinstanzen, Leverkusen, 3.-5. Mai, 2004

Die Interaktion zwichen Fans und Ordnungsinstanzen und ihre langfristigen Auswirkungen Vortrag bei der Bundeskonferenz der Fanprojekte in Leverkusen, 3. - 5. Mai 2004
Martina Schreiber, Dr. Clifford Stott, Dr. Otto Adang

Neben der Konzentration auf Einzelpersonen (B/C-Fans) muss Gewalt bei Fußballveranstaltungen auch als Gruppenprozess betrachtet werden. Nach sozialpsychologischen Theorien kann ein Konflikt zwischen Gruppen entstehen wenn die soziale Position einer Gruppe unterschiedlich wahrgenommen wird und wenn eine Gruppe die Möglichkeit hat, ihre Vorstellungen gegen den Widerstand der anderen durchzusetzen. Ein Konflikt kann eskalieren, wenn das Verhalten der Außengruppe gegenüber der Zielgruppe wahllos oder willkürlich geschieht und als illegitim und unangemessen wahrgenommen wird. Dies kann eine zuvor heterogene Gruppe durch die gemeinsame Bedrohung enger zusammenschweißen und gegenseitige Unterstützung fördern. Darüber hinaus kann es zu einer Änderung der Werte und Normen einer Gruppe kommen, so dass beispielsweise Gewalt gegenüber der Außengruppe als legitim betrachtet wird. Die Frage der Stadionverbote in Deutschland bietet aufgrund der unterschiedlichen Wahrnehmung der beteiligten Parteien eine solche Grundlage für die Eskalation von Konflikten und es muss geprüft werden, wie eine gemeinsame Wahrnehmung der Situation erreicht werden und damit das Risiko für Konflikteskalation verringert werden kann.

Gastvortrag Polizeigewalt Uni Bochum, 22.4.2004

Am 22. April 2004 findet an der Ruhr-Universität im Rahmen eines Workshops des Internationalen Forschungsprojektes "Police Use of Force" ein Vortragsprogramm zum Thema "Polizeigewalt - Police Use of Force" statt. U. A. folgenden Vortrag ist vorgesehen: ; Otto ADANG, Police Academy of the Netherlands, Apeldoorn, Niederlande: Managing Dangerous Conflict Situations – the Dutch Way

Über Aggression, GEOWissen, September 2003

Interview über Aggression in GEOWissen, Nr. 32, September 2003, S. 86."Otto Adang .... observiert Hooligans unter Fußballfans, Hausbesetzer und Krawallmacher". Interview Anja Haegele