IM ARGENTINISCHEN FUSSBALL MISCHT DIE POLITIK MIT

Es gab und gibt immer wieder Versuche, auch von Europa zu lernen, vom Umgang der dortigen Klubs mit Hooligans. Allerdings hinkt der Vergleich. Hooligans suchen ausschließlich die Gewalt; die Barras sind in erster Linie kriminelle Geschäftsleute. Ge-walt ist bei ihnen ein Produkt des Machtkampfs. Otto Adang, Leiter der Polizeiaka-demie der Niederlande, hat sich jüngst in Argentinien umgesehen. Er sollte Ratschläge geben. Am Ende sagte er: „Ich kann nichts tun, weil das Problem nicht an der Sicherheit liegt, sondern an den Mittäterschaften. In Argentinien gibt es keinen politischen Willen, für dieses Problem eine Lö-sung zu finden, und die Regierenden wollen das Problem nicht sehen.“ Länderbericht Argentinien, Konrad Adenauer Stiftung, Juli 2014